Das persönliche Gespräch – und dann?

DAS PERSÖNLICH GESPRÄCH - UND DANN?

Dein Terminplan ist vollgepackt, Bewerbungsgespräche für 3 offene Positionen. Du führst ein Gespräch nach dem anderen, der Prozess zieht sich schon ein paar Wochen. Und nach keinem Gespräch denkst oder sprichst du, noch dein Team, die folgenden Wörter aus: „Den Bewerber will ich!“

Und wenn es doch mal so weit ist oder du ein absolut erstklassiges Gespräch nach dem anderen führst, gilt es für dich jetzt alles zu geben, damit du diesen einen Top-Bewerber, Tom, nicht verlierst!

Mach den Sack zu!!!

Nach dem Gespräch heißt es schließlich für dich: Tom an dich und dein Unternehmen zu binden!

Wie genau gelingt dir das?

Das persönliche Gespräch verfolgt das Ziel, weitere Informationen über Tom zu erhalten. Du erfährst die Qualifikationen und Kompetenzen, die Persönlichkeit und die Motivation von ihm. Relevant ist außerdem, welche beruflichen und praktischen Erfahrungen Tom in deinem Unternehmen anwenden und umsetzen kann und wie er es mit seinem Know-how schafft, dein Unternehmen voranzutreiben.

Doch auch Tom hat ein Ziel für das persönliche Gespräch: er will natürlich weitere Informationen zu der Position, den Tätigkeiten, dem Team und deinem Unternehmen erfahren.

Nach dem Gespräch machst also nicht nur du, sondern auch Tom sich Gedanken.

Du überlegst dir grundsätzlich: Passt Tom zu 120% auf die Position? Kann er die gesetzten Ziele erreichen? Verfügt er über alle relevanten Qualifikationen, Kompetenzen und besonders das Mindset, welches ihr in der Organisation teilt und lebt? Kannst du mit Tom langfristig planen und großartiges im Unternehmen erreichen? Teilt und passt er in die Arbeits- und Teamkultur?

Fragen über Fragen und Tom geht es dabei nicht anders… und doch heißt es für euch, sofern ihr euch füreinander entscheiden, schnell handeln und Rückmeldung geben!

Du stehst als Recruiter in der Position, Tom so schnell wie möglich Rückmeldung zu geben.

Mach den Sack zu. Verliere Tom nicht, nur weil du

a) zu lange wartest oder
b) meinst, dass vielleicht ein noch besserer Bewerber kommt.

Was bedeutet das für deinen Recruiting-Prozess?

Ist dein Prozess transparent, so kannst du Tom schon bald in deinem Unternehmen als neuen Mitarbeiter willkommen heißen.

Wenn du nach dem persönlichen Gespräch weißt, dass dein Bewerber der Richtige ist, dann lass nicht unnötig Zeit vergehen, sondern handle schnell… ehe du den Bewerber verlierst.

4 Schritte damit du keine Top-Bewerber mehr verlierst.

1. Kommunikation ist das A und O und schafft dir von vorneherein eine Grundlage für einen guten Bewerbungsprozess

Du kennst das sicher, die Erfahrung und das Gefühl, wenn man sich einen ersten Eindruck einer Person macht. Und so macht man sich auch ein Bild einer Person im persönlichen Gespräch. Doch nicht nur du machst diese Erfahrungen, auch dein Bewerber macht sich ein Bild von dir und deinem Unternehmen. Das persönliche Gespräch dient eben genau diesem Prozess: das Bild des Gegenübers zu verfeinern.

Wie schaffst du es, dir ein wirklich klares Bild der Person zu machen?

Durch Kommunikation. Die Kommunikation zwischen dir, dem Einstellungsteam und dem Kandidaten ist unausweichlich.

Positiv an der Kommunikation ist eben nicht nur die Tatsache, sich ein besseres Bild der Person machen zu können, sondern auch Feedback und Anregungen einander zu geben, um beispielsweise manche Prozesse, in diesem Fall den Bewerbungsprozess, bewerten zu können.

Bewertungen und Feedback dienen so der Möglichkeit, Verbesserungsmöglichkeiten an dem Bewerbungsprozess vorzunehmen.

2. Die Motivation deines Kandidaten stellt einen ausschlaggebenden Aspekt dar

Der Kandidat bewertet dich so, wie du ihn bewertest. In dem persönlichen Gespräch erfährst du seine Motivation und wie er der Organisation und der Position Rechnung tragen kann. Frage deinen Kandidaten was er mag, was er nicht mag und warum er sich für das Unternehmen entscheidet. Sei zugleich ehrlich, was deine Organisation bieten kann und hebe die Chancen mit der Motivation deines Kandidaten hervor.

3. Passe die Gehaltsvorstellungen frühzeitig an

Neben dem Standort und der persönlichen Weiterentwicklung, gehören Gehalt und (finanzielle) Entschädigungen zu den wichtigsten Überlegungen von Menschen ein Jobangebot anzunehmen oder nicht. Führe daher kein Gespräch, nur um am Gesprächsende herauszufinden, dass der Kandidat eine viel höhere Gehaltsvorstellung hat wie du bieten kannst. Dennoch kannst du ein niedrigeres Gehalt mit anderen Leistungen abgleichen wie beispielsweise zusätzlicher Freiheit, Homeoffice oder Weiterbildungen. Scheue dich auch nicht davor, den Kandidaten zu fragen, was nötig wäre, um ihn an Bord zu holen. Dadurch wird er sich wertgeschätzt fühlen und du erhöhst dir zugleich die Chancen, ihn womöglich gewinnen zu können.

4. Präsentiere dich, biete ein starkes Angebot und handle schnell

Du entscheidest dich für den einen Kandidaten? Dann rufe ihn direkt an, um die Neuigkeiten zu übermitteln. Ein Anruf ist für diesen Anlass die persönlichere Variante. Außerdem kannst du so nochmals die Besonderheiten der Position aufzeigen.

Du kannst auch einen Einstellungsmanager dazu holen, um die Bindung und den Kontakt zwischen dir und dem Kandidaten noch weiter zu verstärken und auszubauen. Lasse den Kandidaten auch wissen, dass du und das Team sich auf ihn freuen.

Du kannst, sofern dies nötig ist, erneut nach den Gehaltsvorstellungen und Leistungen fragen und ob der Kandidat bedenken hat. Falls ja, dann be- und verhandle die Bedenken. Dein Kandidat wird sich dabei sehr wertgeschätzt fühlen und weiß, dass du und dein Team sich Gedanken machen und ihr alles dafür tun wollt, ihn an Bord zu holen.

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