Personalentscheidungen im Recruiting und das Kompetenzmodell

PERSONALENTSCHEIDUNGEN IM RECRUITING UND DAS KOMPETENZMODELL

Kennst du Warren Buffett, einen bekannten US-amerikanischen Großinvestor?

Warren Buffett trifft seine Personalentscheidungen nicht anhand eines klassischen Kompetenzmodells, welches die Persönliche, die Aktivitäts- und Handlungskompetenz, die Sozial-kommunikative oder die Fach- und Methodenkompetenz abbildet.

Buffet trifft seine Personalentscheidungen anhand der

  • Intelligenz,
  • Energie
  • und Integrität einer Person.

Wie genau ist das zu verstehen?

Buffett plädiert darauf, dass eine Person so intelligent und stark/belastbar sein kann, wie nur möglich. Dies ist bei jedem Menschen individuell stärker oder schwächer ausgebildet und kann gegebenenfalls erlernt oder trainiert werden.

Doch Integrität kann man nicht erlernen oder trainieren. Die Integrität liegt bei jedem Menschen selbst.

Verfügt ein Mensch über viel Energie und ist intelligent doch kann sich nicht integrieren, so würde ich Buffett gegen diesen Menschen entscheiden.

Warren Buffet Modell

Einsatz des Modells

Dieses Modell oder Vorgehen von Buffett diente einst seinem Geschäftszweck, findet aber eigentlich in jedem Unternehmen seine generelle Gültigkeit, vorausgesetzt, die Unternehmensvision passt zum Gedanken des Modells.

Die Aspekte des Modells sind natürlich positionsbezogen zu interpretieren. Die Intelligenz wird oftmals auf die fachliche Intelligenz herabgebrochen. Letztendlich verhilft dir dieses Modell bei den richtigen Personalentscheidungen: wen du an dein Unternehmen anziehst und wie du diese Menschen „selektierst“.

Beispiel Unternehmen X

Stell dir vor, du bist Programmierer und dein absoluter Traumarbeitgeber ist Unternehmen X.

Also gehst du auf die Karriereseite. Dort erwarten dich Programmierspiele die du lösen musst. Selbstverständlich hast du Lust auf diese Spiele. Du fühlst dich für dieses Spiel wie auserkoren.

Du löst die Spiele richtig und dann erhältst du von Unternehmen X ein Job-Angebot.

Was ist das für eine Strategie von Unternehmen X?

Unternehmen X legt die spezifischen Fähigkeiten, die die Programmierer mitbringen (müssen) bereits in dem Spiel fest. Dadurch werden eben genau die Menschen, angezogen, die die spezifischen und festgelegte Fähigkeiten mitbringen. Lösen sie die Spiele richtig, so haben sie ihre Fähigkeiten spielerisch unter Beweis gestellt.

Letztendlich zieht Unternehmen X mit dieser Strategie genau die Menschen an, die:

  1. die notwendige Intelligenz mitbringen,
  2. die notwendige Energie mitbringen und
  3. sich integrieren und das Spiel erfolgreich lösen.

Unternehmen X schafft es also auf diesem Weg die Menschen anzuziehen, die sich mit den Algorithmus-Daten identifizieren. Sie wählen genau die Menschen aus und lassen diesen ein Job-Angebot zukommen, die das Spiel erfolgreich gelöst haben.

Personalentscheidungen müssen heutzutage nicht mehr nach einem klassischen Kompetenzmodell gefällt werden. Hinterfrage das Konzept deiner Personalentscheidungen und betrachte die Aspekte Energie, Intelligenz und Integrität deiner Bewerber. Vielleicht wägst du deine Personalentscheidungen zukünftig auf Grundlage des Modells von Warren Buffets ab.

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